Wir kommen in den Südwesten


Endlich ist es soweit: Die Verträge für Biomare Nr. 4 sind unterschrieben und der Um- und Ausbau des Ladens in Großzschocher kann losgehen.

Aktuell ist der Rückbau dran: Wände, nicht gebrauchte Heizungsteile und Elektrik werden entfernt. Dann wird umfangreiche Elektrik und Elektronik installiert und Brandschutz-Maßnahmen eingerichtet. Später kommt noch die Installation der klimafreundlichen Kälteanlage mit umfangreicher Verrohrung. Das Wasser und Abwasser für die Theken und die Reparatur der Lüftungsanlage stehen ebenfalls auf dem Plan.

Auf dieser Seite halten wir Sie über die aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden. Der momentan anvisierte Eröffnungszeitraum ist übrigens Mitte/Ende März.

17.11.2020 Abrissarbeiten

06.11.2020 Folienbeklebung

Ackergifte? Nein danke!

Das Märchen:

Pestizide vergiften die Luft nicht, hat man uns gesagt. Sie bleiben auf dem Acker und gelangen niemals in die Stadt. Und bei ihrer Zulassung werden sie ausgiebig geprüft.

Jetzt kennen wir die Wahrheit. Die Studie „Pestizid-Belastung der Luft“beweist: ​

Pestizide sind überall, in jedem Winkel Deutschlands, auch weit abseits von Äckern. Über die Luft verbreiten sie sich bis in Städte und Nationalparks. Wie schädlich sie für Gesundheit und Artenvielfalt sind, kann dabei nur erahnt werden. Wie gefährlich sie für die Bio-Landwirtschaft sind, ist aber jetzt schon klar: Wenn wir nicht sofort handeln, gibt es eines Tages keine Bio-Produkte mehr. Und damit keine giftfreie Ernährung für unsere Kinder und Enkel. Deshalb sagen wir: Ackergifte? Nein danke!

Auf dieser Seite finden Sie alle Ergebnisse der Studie „Pestizid-Belastung der Luft“, Hintergründe und weiterführende Informationen zur Bedrohung durch Ackergifte und Möglichkeiten, wie Sie sich gemeinsam mit uns und unseren Partnern gegen Ackergifte und die Vergiftung unserer Lebensgrundlagen einsetzen können.

Studie „Pestizid-Belastung der Luft“

Was ist das Ergebnis?

An den 163 Untersuchungsstandorten wurden insgesamt 138 Pestizide gefunden, selbst auf der Spitze des Brockens im Nationalpark Harz waren 12 Pestizide nachweisbar. Fast ein Drittel der nachgewiesenen Wirkstoffe (30 %), darunter DDT und Lindan, ist dabei in Deutschland nicht oder nicht mehr zugelassen.

Anders als von Pestizidherstellern suggeriert, verbreiten sich in der konventionellen Landwirtschaft eingesetzte Pestizide wie Glyphosat oder Pendimethalin also kilometerweit durch die Luft. Das von der Weltgesundheitsorganisation als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestufte Glyphosat konnten wir dabei in sämtlichen Passivsammlern und Luftfiltern, somit in allen Regionen Deutschlands und auch weit abseits der Quelle nachweisen.

Was wurde untersucht?

Dass es Abdrift und Verfrachtung von Pestiziden gibt, ist schon lange bekannt. Denn wenn sich der Boden erwärmt, steigen Ackergifte zusammen mit Dunst und feinen Staubteilchen in höhere Luftschichten auf und werden mit dem Wind meilenweit fortgetragen.

Doch in welchem Ausmaß dies geschieht, wurde durch die bundesweite Studie zur Pestizidbelastung der Luft nun erstmals systematisch belegt. Dafür hat das wissenschaftliche Institut TIEM, im Auftrag des Bündnisses für eine enkeltaugliche Landwirtschaft und des Umweltinstituts München, von März bis November 2019 an 116 über die gesamte Bundesrepublik verteilten Standorten den Pestizidgehalt der Luft gemessen.

Die verschiedenen Messpunkte befanden sich in Städten und auf dem Land, in konventionellen sowie Bio-Agrarlandschaften sowie in unterschiedlichen Schutzgebieten, teilweise in weniger als 100 Meter Entfernung von der Quelle – wie ein Radfahrer, der an einem Feld vorbeifährt, auf dem gerade gespritzt wird – teilweise in über 1.000 Metern Entfernung, also schon im Nachbardorf.Die Daten wurden mit Hilfe von neu entwickelten technischen Passivsammlern, Filtermatten aus Be- und Entlüftungsanlagen sowie durch Funde in Bienenstöcken erhoben. Unterstützt wurde das Projekt von Bürgern, Landwirten und Imkern, die die Pestizidsammler nach Anweisung und gezielter Orts-Auswahl des TIEM-Instituts aufstellten und anschließend die Proben einsendeten. In die Ergebnisse floss zudem eine Vor-Untersuchung an Baumrinden aus den Jahren 2014 bis 2018 mit ein.

Problemlage

Was sind eigentlich Ackergifte?

Ackergifte sind chemische Tötungsmittel, die gegen Pflanzen (Herbizide), Pilze (Fungizide), Insekten (Insektizide) und Mikroorganismen (Pestizide) auf den Äckern ausgebracht werden. Darunter sind hochgiftige Wirkstoffe, die nicht nur Bienen töten und Menschen gesundheitlich schädigen. Sie vernichten auch viele andere Insekten und Wassertiere, schädigen das Bodenleben und belasten das Trinkwasser wie die auf dem Acker angebauten Lebensmittel.

Die Folgen

Der Einsatz von Ackergiften in der Agrarindustrie hat unter anderem dazu beigetragen,

  • dass jeder zweite Feldvogel ausgestorben ist,
  • dass fast die Hälfte der Arten in den Ackergewässern verloren gegangen ist,
  • dass weltweit eine Vielzahl von Insekten gefährdet ist oder diese gar verschwinden,
  • dass auf vielen Ackerflächen kein Humus mehr entsteht,
  • dass durch Wasser- und Winderosion kostbarer Boden verlorengeht,
  • dass die Landschaft, die vor der Erfindung der industriellen Landwirtschaft ein unendlich verflochtenes Lebensgewebe war, das den Menschen einschloss, zur Open-Air-Fabrik für Kohlenhydrate, die den Menschen und alles unerwünschte Leben ausschließt, verkommen ist.

Menschen erleiden gesundheitliche Beschwerden, die jedoch bisher nur in besonders schweren Einzelfällen als Folgen von Vergiftungen mit Spritzmitteln anerkannt wurden.

Was sind die Auswirkungen?

Bio-Betriebe, die in Nachbarschaft zu konventionellen Betrieben liegen, kennen das Problem, dass ihre Anbaufrüchte durch Pestizide von Nachbarflächen kontaminiert werden. Um maximale Wirkung auf die unerwünschten Lebewesen zu erzielen, ist es sogar erwünscht, dass manche Giftstoffe über mehrere Tage in Bodennähe verfügbar sind. Daher ist bei vielen Spritzmitteln die Wetterlage genau zu beachten. Da die Landwirtschaftsbetriebe über die Ausbringung Buch führen müssen, kann in der Regel rekonstruiert werden, welche Wind- und Temperaturverhältnisse zur Zeit der Ausbringung und danach vorherrschend waren.

Was ist Verfrachtung von Pestiziden?

Die in der modernen Agrarwirtschaft eingesetzten Ackergifte stehen nicht nur im Verdacht, sich durch den Verzehr im tierischen und menschlichen Körper anzusammeln und gesundheitliche Schädigungen hervorzurufen. Studien, die das Bündnis für eine enkeltaugliche Landwirtschaft in Auftrag gegeben hat, nähren den Verdacht, dass sich bestimmte Wirkstoffe flächendeckend ausbreiten und von Menschen in Stadt und Land gleichermaßen ständig eingeatmet werden.Bei letzterem spricht man von Verfrachtung, die durch Witterungseinflüsse hervorgerufen wird, bei denen kleinste Mengen von Wirkstoffen zusammen mit Staubteilchen oder als Aerosole, ein Gemisch aus Schwebeteilchen, in die höheren Luftschichten aufsteigen und mit der Windbewegung und Niederschlägen weit verbreitet werden. Hier einen Nachweis der Gesundheitsschädigung führen zu wollen, ist sehr schwierig und bleibt einstweilen weiteren Forschungen vorbehalten.

Was ist Abdrift von Pestiziden?

Viel näher an der Nachweisbarkeit sind Schädigungen durch die sogenannte Abdrift. Bei der Ausbringung von Pestiziden kann es dazu kommen, dass der feine Sprühnebel verweht wird. Das Ackergift wird so vom Ort der Anwendung wegtransportiert und schlägt sich – mitunter in mehreren Hundert Metern Entfernung – auf Nachbarflächen, in Gewässern, Gehölzen, Wäldern oder Gärten nieder. Das nennt man Pestizid-Abdrift. Auch durch Fehlanwendungen und Unfälle kommt es häufig zu direkter Kontaminierung mit den oftmals hochgiftigen Substanzen.Von Pestizid-Abdrift kann jede und jeder betroffen sein. Über Abdrift gelangt der Sprühnebel auf Obst und Gemüse in Gärten von Anrainern und auf Spielflächen von Kindern. Menschen, die sich gern in der Natur aufhalten, wie Spaziergänger, Joggerinnen und Radfahrer, geraten ungewollt in den Sprühnebel frisch behandelter Felder. Wer sich in der Landschaft aufhält, kann unfreiwillig zum Zeugen oder der Zeugin fehlerhafter Anwendung werden, wenn bei starkem Wind gespritzt wird oder Wege, Raine, angrenzende Gehölze oder Gewässer mitgespritzt werden. Auch warme Witterung kann ein Auslöser von Abdrift sein. Der Wirkstoff Clomazon wird etwa schon bei Boden- und Lufttemperaturen ab etwa 18 Grad Celsius gasförmig. Das Gas steigt auf, wird bereits durch schwache Luftbewegungen davongetragen und sinkt durch Luftabkühlung wieder zu Boden.

Öko statt Ego-Kampagne

„Öko statt Ego“ ist eine Kampagne von 100%-Bio-Herstellern, -Bio-Läden, -Bio-Supermärkten und -Bio-Großhändlern, die im Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) e.V. zusammengeschlossen sind.

Wir sind mit vollem Herzen Teil dieser Kampagne.

Was wollen wir vermiteln? Dass es uns um gelebte Nachhaltigkeit vom Acker bis zum Teller geht. Um umweltfreundliche und in respektvoller Zusammenarbeit erzeugte Produkte, die Spaß machen. Aus Überzeugung und Liebe zum Leben.

Senkung der Mehrwertsteuer

Liebe KundInnen,

die Senkung der Mehrwertsteuer setzen wir über einen 2% Rabatt auf Ihren Einkauf um.

Dieses Verfahren gibt Ihnen die vollständige Transparenz (wir geben wirklich alles an Sie weiter*) und erspart uns die Neuberechnung von 8000 einzelnen Preisen.

Ausgenommen vom Rabatt sind

Wir müssen den Rabatt für jeden Bon aktivieren, dies ließ sich technisch in der kurzen Zeit nicht anders lösen. Nur wenn Sie eine Kundenkarte haben, geht das automatisch. Falls dies an der Kasse in den ersten Tagen ausnahmsweise mal vergessen werden sollte, bitten wir Sie um Nachsicht: Erinnern Sie unsere/n MitarbeiterIn an der Kasse dann bitte einfach daran.

Noch ein persönliches Wort von Biomare zur Mehrwertsteuersenkung: Wir stehen aus drei Gründen dieser Aktion der Regierung kritisch gegenüber:

Einerseits handelt es sich um ein über Schulden finanziertes Wahlgeschenk. Zweitens wird es mit der Gießkanne ohne irgendeinen Effekt (Lenkungswirkung)auf all die echten Probleme dieser Welt (Klimawandel, Artensterben ….) verteilt und schließlich wird der Aufwand für die Umsetzung ganz selbstverständlich auf uns Unternehmen abgewälzt. Arbeitszeit und Geld für die Umstellung fehlen uns an anderer Stelle. (Für uns relativ kleines Unternehmen verursachen die beiden Umstellungen einen mittleren fünfstelligen Kostenbetrag insbesondere im IT-Hintergrund.)

Ihr Malte Reupert

(Inhaber und Geschäftsführer)

*Da 86% unseres Umsatzes 7% (Senkung von 7 auf 5% entspricht 1,9% Rabatt auf Bruttopreise) und 14% des Umsatzes 19% MWSt (Senkung von 19 auf 16% entspricht 2,5% Rabatt auf Bruttopreise) haben, ergibt die Steuersenkung umsatzgewichtet für Biomare insgesamt genau 2% niedrigere Preise.

Was passiert mit Ihrem Geld?

Haben Sie sich schon mal gefragt, wie sich unsere Preise zusammen setzen? Und wieviel davon für uns übrig bleibt? Und was mit dem Gewinn passiert? Wir stehen auf Transparenz, deshalb haben wir das mal veranschaulicht.

Mitarbeiterrundbrief zur Maskenpflicht


                  

Liebe Biomare-MitarbeiterInnen,

uns hat soeben die ab Montag geltende Maskenpflicht in ÖPNV und Einzelhandel überrascht. Wir haben bereits gemeinsam mit der Bäckerei Ricardo Fischer Masken bestellt, ich hoffe, die sind auch waschbar und wiederverwendbar und kommen schnellstmöglich. Außerdem haben wir private Wege aktiviert, wo uns Masken genäht werden, dies geht aber auch nicht so schnell in der von uns benötigten Menge von 300-400 Stück.

Sicher ist: Wir werden die bestellten Masken am Montag früh nicht zur Verfügung haben, auch wenn wir alles dafür tun. Euch steht es frei, selbst Masken zu nähen und zu tragen, wer diese nicht hat, hat jedenfalls von uns die Rückendeckung solange, wie wir als Unternehmen Euch nicht ausreichend zur Verfügung stellen können. Wer sich selbst mit Masken versorgt, erhält von uns den Aufwand durch eine Kostenpauschale erstattet, deren Höhe wir noch festlegen.

Bitte informiert Kunden, die ab Montag fehlende Masken monieren, dass die Beschaffung läuft, aber eine Umsetzung übers Wochenende vollkommen unrealistisch ist und das eine Landesregierung eigentlich auch wissen müsste.

Zur Info: Ich habe dazu auch eine Beschwerde beim Landtag eingereicht, aber das wird an der Rechtslage nichts ändern.

Meine dringende Bitte: Lasst Euch nicht hektisch oder panisch machen. Wir wissen heute, dass die SARS COV2 Infektion in fast allen Fällen ganz ohne Symptome beziehungsweise harmloser verläuft als eine gewöhnliche Virusgrippe und nur für Personen, die durch Ihr sehr hohes Alter oder eine sehr ernsthafte Vorerkrankung stark geschwächt sind, gefährlicher ist als die Virusgrippe.

Wir handeln mit Verantwortung und Bedacht, lassen unseren Geist jedoch nicht von der Angst infizieren. Wir leben seit Jahrmillionen mit hunderten tödlichen Krankheiten. Nun ist eine Weitere dazu gekommen. Vergessen wir nie: Viel tödlicher als CoViD19 ist die menschliche Verantwortungslosigkeit, die sich in Umweltverschmutzung, Klimawandel, Hunger, Krieg und selbstverschuldeten Krankheitsursachen wie Rauchen oder schlechte Ernährung und letztlich unserer Ignoranz all dem gegenüber zeigen.

Eine qualifizierte nachdenkliche Stimme könnt Ihr hier nachlesen bzw. -hören: https://www.deutschlandfunk.de/palliativmediziner-zu-covid-19-behandlungen-sehr-falsche.694.de.html?dram:article_id=474488

Herzliche Grüße
Euer Malte

Corona-Virus: Was tut Biomare ?

13.05.2020 Maske oder doch nicht?

In den letzten Tagen sind in unseren Läden Menschen erschienen, die den vorgeschriebenen Mund-Nase-Schutz nicht oder nur zum Schein tragen. Als Lebensmittelhändler sind wir verpflichtet, die gesetzlichen Vorgaben umzusetzen. Dabei spielt es keine Rolle, ob wir sie gar nicht, ganz oder nur teilweise sinnvoll finden. Wir haben uns an die Hygiene-Regeln zu halten. Da haben wir auch kein Wahlrecht und keinen Ermessensspielraum, denn wenn wir uns den Regeln verweigern, machen wir uns strafbar.

Wir setzen die vom Land Sachsen vorgegebenen Hygiene-Regeln um. Konkret bedeutet das: Dass wir allen Menschen den Zutritt zu unseren Läden verwehren (und dies auch müssen), die keinen Mund-Nase-Schutz tragen oder die diesen absichtlich so tragen, dass er hygienisch unwirksam ist.

Die Erfahrungen der letzten Tage veranlassen uns zu folgender Verdeutlichung:
Es macht auch überhaupt keinen Sinn, einen möglichen Streit über die Corona-Schutzmaßnahmen statt mit den für die Regularien Verantwortlichen stellvertretend mit uns bzw. auf unserem Rücken auszutragen. Ort und Grundlagen für diese Auseinandersetzung sind die Institutionen und Grundrechte unserer Demokratie. Mit uns darüber zu diskutieren ist wirklich Zeitverschwendung – oder nutzlose Rechthaberei. Wer sich über die Maskenpflicht hinwegsetzt, wird von uns des Hauses verwiesen. Und leider ist auch der folgende Hinweis notwendig: Wer glaubt, sich über unser Hausrecht hinwegsetzen zu können, findet die Konsequenzen im Strafgesetzbuch unter dem Stichwort Hausfriedensbruch“.

Da die Reaktionen in Sachen Corona gewisse Muster erkennen lassen, erlaube ich mir hier einen kleinen gesellschaftspolitischen Exkurs:
Wir von Biomare maßen uns bezüglich des Komplexes „Corona“ nicht an, den besseren Durchblick zu haben als Politik und Fachleute. Deshalb akzeptieren wir, dass die Entscheidungskompetenz bei den dafür zuständigen Institutionen liegt.
In einer grundlegenden Angelegenheit von Bedeutung für uns alle hingegen positionieren wir uns ganz klar: Regeln und deren Durchsetzung sind für ein funktionierendes Zusammenleben zwingend notwendig.

Wir haben das große Glück, in einem Land und in einer Zeit mit einer der am besten funktionierenden Demokratien auf dieser real existierenden Welt zu leben. Was selbstredend nicht heißt, dass alles gut und richtig ist und nicht auch besseres denkbar und erstrebenswert wäre. Der Streit darüber gehört jedoch in den Raum der demokratischen Mechanismen. Auch beim Thema Corona tritt allerdings zu Tage: Aus Wortwahl und Positionierungen vieler VerweigerInnen und „SystemkritikerInnen“ spricht nicht selten eine maßlose Selbstüberschätzung. Dies disqualifiziert in unseren Augen als ernst zu nehmende GesprächspartnerInnen. Denn diesem selbstüberschätzenden Duktus mancher Kritisierender liegt die unausgesprochene Überzeugung zugrunde, selbst klüger zu sein als die Kritisierten. Jeder von uns kennt es aus dem Alltag: Bei genauerem Hinsehen auf die Sache ist diese Art von Haltung gegenüber anderen Menschen und Sachthemen meistens erschreckend substanzlos.

Malte Reupert,
Geschäftsführer und Inhaber von Biomare

05.05.2020 Maskenpflicht für Biomare MitarbeiterInnen

Unsere Antwort auf eine Kundenbeschwerde wegen fehlendem Mund-Nase-Schutz hinter den Theken und an der Kasse wollen wir hier allen zur Kenntnis geben:
Unsere MitarbeiterInnen in den Läden tragen einen Mund- und Nasenschutz. Das Tragen der Masken über den Zeitraum von mehreren Stunden ist eine große Belastung, verbunden mit einer verminderten Sauerstoffversorgung. Deshalb muten wir die Masken unseren MitarbeiterInnen nur dann zu, wenn es auch sinnvoll ist. Unser Scheibenschutz an den Kassen und Servicebereichen bietet ausreichend Schutz zum Gegenüber und macht ein Maskentragen überflüssig. Unsere MitarbeiterInnen tragen daher keine Masken, wenn sie sich hinter dem Scheibenschutz befinden. Die Masken sind jedoch immer aufzusetzen, wenn der Scheibenschutz-Bereich verlassen wird. Nach allem was wir heute wissen, finden Infektionen mit SARS-CoV2 über Flächenkontakt und Lebensmittel nicht oder so gut wie nicht statt.

Mehr Informationen unter:

https://www.mdr.de/sachsenradio/corona-maskenpflicht-sachsen-unsicherheiten-100.html

21.04.2020 Mitarbeiterrundbrief zur Maskenpflicht

Unser Mitarbeiterrundbrief zur seit Montag geltenden Maskenpflicht in Sachsen:

https://bio-mare.com/mitarbeiterrundbrief-zur-maskenpflicht/

20.3.2020 Malte Reupert, Inhaber und aktiver Geschäftsführer von Biomare

Dies ist für uns alle eine Zeit voller Herausforderungen. Uns bei Biomare kommt dabei die besondere Aufgabe zu, die Lebensmittelversorgung aufrecht zu erhalten und dabei nicht selbst zum „Superspreader“, also zum Krankheitsverbreiter zu werden.

Unsere Maßnahmen:

Die Führungsriege sieht den Infektionsschutz jetzt als wichtigste Aufgabe. Wir informieren uns täglich anhand seriöser Quellen und verbessern darauf aufbauend täglich unser Schutzschild aus verschiedenen Maßnahmen.

Wichtigste Voraussetzung: gutes und schnelles Management und die richtigen Prinzipien

  • richtige Prioritäten setzen und Unwesentliches vernachlässigen
  • Wirksamkeit durch faktenbasiertes Handeln statt Placebo: Unsere Maßnahmen sollen wirken und nicht nur zur Beruhigung nervöser ZeitgenossInnen dienen
  • Sicherheit geht strikt vor Routine und bequemen Lösungen

Im Einzelnen:

  • Jedes Ladenteam wird in 2 Gruppen aufgeteilt, die strikt getrennt arbeiten, um im Falle einer Infektion im Team nicht den ganzen Laden unter Quarantäne stellen zu müssen, sondern mit einer Schicht weiterarbeiten zu können. Hierzu führen wir ab Montag, den 23.3. eine „Geister-Übergabe“ ein: Mittags werden die Läden zwischen 13:30 und 14:30 geschlossen, das Früh-Team verlässt den Laden bevor das Spät-Team anfängt zu arbeiten
  • Wir haben den Café- und Bistrobetrieb eingestellt, um die Übertragungswahrscheinlichkeiten durch Geschirr, gemeinsames Speisen und Sozialkontakt zu reduzieren
  • Wir haben zusätzliche Helfer eingestellt und den Teams zugeteilt, um das stark erhöhte Warenvolumen zu bewältigen
  • Wir haben MitarbeiterInnen freigestellt, die im Falle einer Infektion zu den Risikogruppen für schwere Krankheitsverläufe gehören
  • Wir desinfizieren im Stundentakt prädestinierte Übertragungsflächen wie Türklinken, Einkaufswagengriffe, Wasserhähne etc.
  • Wir bauen für unsere Kassen und Arbeitstresen provisorische „Spuckschutz“Vorrichtungen, um die Aerosol-Übertragung zwischen KundInnen und MitarbeiterInnen deutlich zu erschweren
  • Die Verwaltung und die Haushandwerker sind strikt einzelnen Ladenteams zugeordnet (und helfen dort mit) oder arbeiten aus dem Homeoffice. Sie dürfen andere Biomare-Filialien nicht betreten, um nicht ungewollt zu ÜberträgerInnen zu werden
  • Wir versorgen unsere aktiven MitarbeiterInnen komplett aus dem eigenen Sortiment, damit Einkäufe anderswo und das damit verbundene Infektionsrisiko minimiert werden
  • Wir lassen uns nicht von panischem Verhalten einzelner Menschen oder fachlich falschen oder unwirksamen Forderungen an unsere Maßnahmen verwirren
  • Wir informieren unsere MitarbeiterInnen und KundInnen schnell und umfassend und stehen für Fragen zur Verfügung
  • Unsere MitarbeiterInnen sind aufgefordert, sich außerhalb der Arbeit zu verhalten, als ob sie unter Quarantäne stünden
  • Unsere MitarbeiterInnen dürfen nicht mehr mit dem öffentlichen Nahverkehr zur Arbeit kommen
  • Für den Ernstfall haben wir einen Plan für einen stufenweisen „Shutdown“ erstellt, sodass bei Quarantäne bzw. Krankheit ein Notbetrieb aufrecht erhalten werden kann.

Was wir nicht tun, weil wir es nicht können, es nicht wirkt bzw. sogar das Gegenteil bewirkt:

  • Die MitarbeiterInnen mit Handschuhen arbeiten lassen (Handschuhe sind schlimmere Keimverbreiter als die bloßen Hände)
  • Spezielle Öffnungszeiten für Risikogruppen einführen (verringert nach unserer Einschätzung nicht die Infektionsgefahr für Risikogruppen)
  • Die MitarbeiterInnen mit Mundschutz arbeiten lassen (Materialmangel, schützt die MitarbeiterInnen nicht)
  • Kundenverfügbar Händedesinfektion aufstellen (Materialmangel und Verunreinigung von Lebensmitteln)
  • Lieferservice anbieten (es fehlt dafür die IT und das entsprechende Kommisionierlager)

Und das wichtigste: Wir begegnen der Herausforderung mit Entschlossenheit und ruhiger Hand. In unseren Teams ist die Stimmung sehr gut und alle KollegInnen sind außerordentlich engagiert.

Als Gründer, Inhaber und Geschäftsführer trage ich für Biomare die persönliche Verantwortung. Ich bin außerordentlich glücklich, mit so vielen engagierten, fröhlichen und mitdenkenden MitarbeiterInnen zusammenarbeiten zu dürfen. Es ist ein großes Geschenk, so viel Vertrauen entgegengebracht zu bekommen und Vertrauen schenken zu können.

Liebe Kundschaft, im Namen meiner MitarbeiterInnen möchte ich mich auch sehr, sehr herzlich für das außerordentlich freundliche und wertschätzende Verhalten und Ihre Kommunikationskultur bedanken. Liebe KundInnen, Sie als mitdenkender und kulturvoller Ausschnitt aus der Gesellschaft sind für alle von uns ein ganz wesentlicher Grund, speziell bei Biomare, also für Sie als Biomare-KundInnen zu arbeiten.
Ihr Malte Reupert

Vorbeugender Infektionsschutz bei Biomare

Liebe Kundschaft,

Sie sind herzlich willkommen. Wir wollen Ihnen ein möglichst reibungsloses Einkaufen ermöglichen. Wenn es die letzten Tage stressiger zuging, bitten wir um Ihr Verständnis: Wir hatten das doppelte Warenvolumen zu bewältigen.

Was wir tun, um Sie und uns zu schützen:

Wir alle sind dringend angehalten, durch verantwortungsvolles Verhalten unsere Mitmenschen zu schützen.

Wir danken Ihnen für Ihr Vertrauen und die langjährige Wertschätzung unserer Arbeit.


Ihr Malte Reupert

Inhaber von Biomare

‚Mit maximaler Transparenz‘ Interview mit Biomare Gründer und Inhaber Malte Reupert in der Biowelt

mit maximaler transparenz

                                                                                                            

Ende letzten Jahres war die Biowelt bei uns zu Gast und interviewte Biomare Gründer und Inhaber Malte Reupert. Wie und in welcher Form wir Sortimentsentscheidungen treffen und warum wir die Hintergründe transparent machen, erfahrt ihr in einem tollen Beitrag von Martin Wispel. Vielen Dank dafür! Unter dem Titel ‚Endlich Inhalte liefern‘ stellte sich Malte Reupert im Interview verschieden Fragen zu den Themen Umgang mit konventionellen Handel, unserer Klimabilanz, Nachhaltigkeit, Sortimentspolitik und vielen mehr. Hier gibt es für jeden spannenden Einblicke in die alltägliche Arbeit von Biomare.

BIOFACH 2020 – zu Besuch auf der Weltleitmesse für Bio-Lebensmittel

Vom 12. bis zum 15. Februar 2020 waren wir auf der Biofach in Nürnberg. Hier dreht sich alles um Bio-Lebensmittel und Naturkosmetik. Zum 31. Mal präsentierten rund 3.700 Aussteller ihre Produkte. Die Messe ist ausschließlich für Fachbesucher und mit einer Besucherzahl von über 50.000 Menschen ein wichtiger Treffpunkt der internationalen Branche. Neben neuen Produkten stellen die Aussteller zahlreiches Informationsmaterial zu Standards und den neusten Trends zur Verfügung. Ein hochwertiger Kongress rundet das Messekonzept ab. Hier treffen sich Vertreter aus Politik und Medien, um sich mit Experten über die wichtigsten Themen und Trends der Branche auszutauschen. Für uns ist dies besonders interessant, da unsere Nachhaltigkeitsbilanz einen Großteil unserer Arbeit in Anspruch nimmt und wir hier die Möglichkeit haben mit Partnern und Experten ins Gespräch zukommen. Spannende Vorträge gab es auch von ‚Öko statt Ego‘, welche den aktuellen Stand der Kampagne vorstellten. Zeitgleich besuchten unsere Drogistinnen die VIVANESS welche ebenso auf dem Messegelände in Nürnberg stattfand. Die VIVANESS ist die internationale Fachmesse für Naturkosmetik.

Auslistung Spreewälder Hirsemühle

 

Die wichtigste Aufgabe von Biomare sehen wir darin, ein nachhaltiges Sortiment zusammenzustellen. Darin haben Produkte aus einem Hause, das sich gegen mehrere wichtige Kriterien für Nachhaltigkeit stellt, keinen Platz. Der Inhaber der Spreewälder Hirsemühle ist AfD-Funktionär, diese Partei leugnet den menschengemachten Klimawandel. Damit stellt sich der maßgebliche Entscheider der Spreewälder Hirsemühle gegen die Werte von Biomare und der gesamten Bio-Branche.

Mehr Informationen und den kompletten E-Mail Verlauf mit Spreewälder Hirsemühle erhalten sie hier

 

Biomare – Lebensmittelretter

Wir möchten Lebensmittel, die an der Haltbarkeitsgrenze sind, nicht wegwerfen, sondern effektiv verwerten und retten. Hier erklären wir wie.